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Hospiztag 2017: Humor am Lebensende - Hört das Lachen beim Sterben auf?

Wiesbadener Hospiztag 2017   

"Sterben und Humor" wie passt das zusammen? Dieser Frage werden sich Christian Heeck als Vortragender und die Clowns Rosina und Babo beim 21. Wiesbadener Hospiztag am 18. März 2017 stellen.

Damit konfrontiert sein, dass ein Mensch im Sterben liegt - welche Rolle soll da Humor spielen? Auch wenn wir im Zimmer eines Sterbenden nicht mit Leichenbittermiene sitzen, zum Lachen ist uns sicher nicht. Das Lebensende ist eher mit Angst besetzt, Angehörige oft hilflos oder überfordert. Eine persönliche Ressource gilt es zu entdecken, und der Name dieser Ressource ist „Humor“. Es ist eine Befähigung zur Bewältigung von Krisen, Angst, Verlusten und Schmerz, die Befähigung, auch im Leid Gestaltungsräume zu finden, und aus dem bloßen Erleiden und dem Hadern mit dem Schicksal herauszutreten. Ressource bedeutet: sie steht jedem Menschen zur Verfügung, auch wenn es nicht jedem bewusst ist. 

Christian Heeck, 1951 in Münster geboren, ist freier Maler, Plastiker und Kunstvermittler und Diplom -Pädagoge. 1988 erfolgte die Gründung von ars vivendi – Institut für Kunst, Kultur und Gesundheit (Konzeptionen zur Kreativitätsförderung und Kunstvermittlung. Ausstellungskonzeptionen, Kunst- und Kulturprojekte für Ministerien, Städte und Gemeinden). Seit 1992 ist er Kulturreferent am Universitätsklinikum Münster und hat seit 2002 einen Lehrauftrag an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Münster. Das Thema steht im Zusammenhang mit seinem Lebenssinn-Konzept: „Das Krankenhaus wurde meine Schule, die Patienten und ihre Angehörigen meine Lehrer“, sagt Heeck heute manchmal, und hier kommt auch der Humor ins Spiel: „Wir mussten den nicht mitbringen, der kam von den Patienten selbst, wenn auch manchmal recht schwarz. Die Menschen sehnten sich danach, weiterhin als sozialer Mensch angesprochen zu werden, und nicht reduziert zu werden auf den Patientenstatus“. Er ist einer der ersten Initiatoren für den Einsatz von Clinic-Clowns in Deutschland. 

Eingerahmt wird sein Vortrag von zwei Auftritten der Clowns Rosina und Babo, die praktisch erfahrbar machen wollen, wie Humor am Lebensende sein kann. Hinter Rosina und Babo stecken Sigi Karnath und Hardy Hausting. Sie gründeten 2001 das ClownWerk – Institut für Clownpädagogik in Bad Kreuznach. Sie sind professionelle Clowns, leiten Clown Fort- und Ausbildungen in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg, führen Regie und waren über zehn Jahre bei den Clowndoktoren als Klinikclowns im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Sie coachen und bilden Klinikclowns aus für Clownbesuche in Kliniken, Seniorenheimen und Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigung. Ihr Clown-Credo ist, mit Empathie, Wahrnehmung und Wahrhaftigkeit in den direkten Kontakt mit dem Gegenüber zu kommen, pur und poetisch, naiv und emotional. 
Der Hospiztag wird in gemeinsamer Trägerschaft des Wiesbadener Hospizverein Auxilium, dem Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus, dem Evangelischen Verein für Innere Mission und Hospizium in Zusammenarbeit mit dem HospizPalliativNetz Wiesbaden und Umgebung im Roncallihaus Wiesbaden veranstaltet. 

Wir laden herzlich ein. Reservieren Sie sich den interessanten Termin 18. März 2017 schon jetzt. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Download hier

Gerhard Helm