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"Zwischen Himmel und Erde" - Ausstellung mit neuen Werken von Eva Leszek eröffnet

 

Franz von Assisi erscheint als verklärter Vogelflüsterer, Pfauen recken stolz ihr Gefieder, Adam und Eva räkeln sich nackt im Paradies. Entdeckungen die derzeit im EVIM Seniorenzentrum Hochheim zu machen sind.

Zum Jahresauftakt hat Pflegekraft Eva Leszek erneut eine Ausstellung mit ihrer Malerei präsentiert, der sie den Titel „Zwischen Himmel und Erde“ gegeben hat. Das hat  für sie ganz konkrete aber auch metaphysische Bedeutung. In der luftigen Sphäre haben nämlich einerseits viele Tiere wie Schmetterlinge oder Vögel ihren Lebensraum. „Mich hat die Vielfalt und die Leichtigkeit des Fliegens und der Flügel interessiert“, führte die Ausstellerin zu ihren Bildern aus, auf denen intensiv gefärbtes Getier durch die Lüfte schwirrt. Zwischen Himmel und Erde siedelt sie aber andererseits auch die Menschen an, deren Existenz im Diesseits immer zeitbegrenzt sei und eine Fortsetzung im Jenseits finde. Bereits Adam und Eva, eines ihrer biblischen Motive, rückt sie in diesen Zwischenraum, wo sich nach der irdischen Existenz alternativ Paradies oder Hölle als neue Dimension des Daseins auftun. In einem dreiteiligen Altarbild stellt sie ein komplettes Leben von der Geburt bis zum Tod dar. Eine Sonderstellung nehmen bei ihr Heilige ein, die durch ihre spirituellen Fähigkeiten Grenzgänger zwischen Himmel und Erde seien. Die Nonne Hildegard von Bingen zeigt sie als Lichtgestalt inmitten der Pflanzenbeete, aus denen deren berühmte Heilkräuter stammen. Engel schweben durch Eva Leszeks Bildwelten mit der Funktion, eine Entsprechung für die Reinheit der Seele darzustellen. Eva Leszek zeigt sich erneut als begabte Malerin, die sich durch ihre technischen Möglichkeiten auch großen Formaten und großen Themen zuwenden kann. Ihr Umgang mit der Acrylfarbe ist staunenswert und reicht von altmeisterlicher Malerei bis zum zerfließenden Farbauftrag, der an Aquarell-Techniken erinnert. Sie kann in realistischer Manier Bilder verdichten oder auch assoziative Farbräume schaffen, die zur Projektionsfläche für die Phantasie des Betrachters werden.
„Das Jahr 2016 wird viele Veränderungen mit sich bringen, von denen sie als unsere Bewohner aber kaum etwas spüren werden“, begrüßte Einrichtungsleiterin Romina Gabriel ihre Gäste zum Neujahrsempfang. Sie sprach damit Änderungen in der Pflegegesetzgebung, an, die vor allem wieder einmal die Administration und die Pflegekräfte angehen werden, die ebenfalls zu den Gästen an diesem Vormittag zählten. Es sei eine der ungezählten Reformen der Dokumentationsaufgaben, die sie in ihrem Berufsleben mitmache. Aber auch diese neuen Aufgaben in der Verwaltung und bei den Änderungen für die ambulante und häusliche Pflege würden mit  vereinten Anstrengungen gemeistert und die EVIM Einrichtung wieder ihr tolles Leben mitten im Herzen der Stadt entfalten können, sprühte Romina Gabriel zu Jahresbeginn vor Optimismus. Mit der Ausstellung von Eva Leszek, die noch in den nächsten Monaten zu sehen sein wird, fing das Jahr schon gut an.
Uli von Mengden