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International und inklusiv – Campus Klarenthal in der Öffentlichkeit

Auf dem schönen Schulgelände, ganz nah an der Fasanerie, lernen die Kinder und Jugendlichen nicht nur auf ihre Haupt- und Realschulabschlüsse oder das Abitur hin, sondern sie lernen auch, verantwortungsvoll und selbstbewusst im Leben zu stehen.

Es gibt am Campus viele Möglichkeiten, sich neben der üblichen Kompetenzenvermittlung im Unterricht Wissen und Fähigkeiten anzueignen, die Mathematik, Deutsch oder Englisch sehr gut ergänzen. So nehmen Schülerinnen und Schülerinnen aus dem Jahrgang 7 momentan am Projekt „Junges Literaturland Hessen“ teil. In Workshops können die Teilnehmenden mit sogenannten Literaturpaten ein bestimmtes Thema erarbeiten. Ein erstes Treffen mit der Autorin Saskia Henning von Lange fand im März im Brentano-Haus in Oestrich-Winkel statt. Seitdem wurde fleißig und mit großem Interesse gearbeitet. Paul (13) fasst zusammen, was die die Schülerinnen und Schüler derzeit erleben und empfinden: “Es macht Spaß, Texte aufzunehmen und zu bearbeiten. Es ist auch etwas Besonderes, mit echten Autoren und echten Radiojournalisten zu arbeiten.“ Am Ende haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, wie man ein Hörspiel schreibt, aufnimmt, schneidet und für das Radio aufbereitet.  

Inklusive Bildung ist am Campus selbstverständlich 

Auch das Darstellende Spiel hat seine Anhänger. Campus Klarenthal hat in diesem Jahr mit zwei Theaterproduktionen an den „Schultheatertagen Wiesbaden“ mitgewirkt. Am 7. Juni standen Kinder von der Grundschule bis zur 9.Klasse auf der Kleinen Bühne des Hessischen Staatstheaters und zeigten, was für ein schauspielerisches Talent in ihnen steckt. Das Lampenfieber der Mitwirkenden in der Garderobe wich später einem stolzen Lächeln beim Applaus des Publikums. In der Öffentlichkeit zu stehen und teilhaben zu können an gemeinschaftlichen Aktionen ist besonders bedeutsam für unsere Kinder mit Inklusionsbedarf. Die „Schultheatertage“ leisten für dieses Anliegen einen guten Dienst. Wir bemühen uns am Campus umfassend auf die Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler einzugehen und unterstützen dabei besonders jene Kinder, mit einem erhöhten Lern- und Förderbedarf. Dafür hat uns die Jury des Preises „Wiesbadener Lilie der Inklusion“, bei der diesjährigen Preisverleihung am 4. Juni ihre „Anerkennung für das vorbildhafte und beispielgebende Engagement in der inklusiven Bildung“ ausgesprochen. Campus Klarenthal erhält von verschiedenen Seiten Zuspruch und Unterstützung. Die Bildung von Kindern und Jugendlichen verdient das unbedingt! Das dachte auch die Unternehmerin Christine Stibi-Fay, die im Januar einen Kunst-Wettbewerb am Campus startete. Die Schülerinnen und Schüler malten Bilder zum Thema „Make a difference! – Es liegt in unserer Hand“. Das Gewinnerbild erzielte 400 Euro für die Klassenkasse. Alle Bilder werden im Rahmen der „Nacht der Kirchen“ am 3. September in der Marktkirche ausgestellt. 

Internationale Kooperationen für spannende Projekte 

Um ein friedvolles Miteinander und gegen das Vergessen ging es auch am 27. Mai bei einem Stolperstein-Stadtrundgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Wiesbaden, den Schülerinnen und Schüler der American Middleschool gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler vom Campus Klarenthal und Lehrerinnen und Lehrern beider Schulen unternahmen. Damit haben wir eine deutsch-amerikanische Schulpartnerschaft begründet. Wir werden ebenso Kooperationspartner vom World Future Council, der vom Stifter des „Alternativen Nobelpreises“ Jakob von Uexküll gegründet wurde. Zu dem schon bestehenden Werkstattangebot wird hierfür eine „Weltzukunftswerkstatt“ eingerichtet. Begleitend in Projekten zu globalen öko-sozialen und wirtschaftlichen Themen wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler zu nachhaltigem Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen anregen. Wir möchten erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen am Campus mit Freude am Lernen und am Ausprobieren bestmöglich auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet werden.
Signe Roß
 

Foto: Erster Preis im Kunst-Wettbewerb: „Friedenshände“ von Luca Tietz. Foto WIESBADENER/Reinhard Berg