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EVIM liest vor

Beim bundesweiten Vorlesetag am 16. November war EVIM mit zahlreichen Angeboten für Jung und Alt mit dabei: generations- und fachbereichsübergreifend. Alles war möglich und erwünscht, um anderen ein Vergnügen zu bereiten und mit dazu beizutragen, Vorlesestadt Deutschlands zu werden. Organisiert hatte die Veranstaltung in der Landeshauptstadt das Freiwilligenzentrum Wiesbaden.

Das Thema des Jahres war „Umwelt und Natur“ und diente als Anregung, Spannendes, Wissenswertes und Nachdenkliches dem Publikum vorzustellen. Wer allerdings aus seinem Lieblingsbuch vorlesen wollte, konnte das natürlich gerne tun. Wie zwei lesebegeisterte Senioren, die von EVIM betreut werden. Beide, über 80 Jahre alt, gaben im Johann-Hinrich-Wichern-Stift mit Texten aus ihren Kinderbüchern etwas vom Lesevergnügen aus damaliger Zeit weiter. Gleich zwei Teams kamen mit Literatur und Musik in die EVIM Senioreneinrichtungen rund um die Pfitznerstraße. Gastgeber waren das Ludwig-Eibach-Haus und das Bistro Miss Marple. Rund 45 Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten im Seniorenzentrum unter dem Motto „Literatur trifft Klavier“ den humoristischen Versen des bekannten deutschen Lyrikers Eugen Roth. Vorgetragen wurden diese von Herrn Müller, der sowohl Theater- als auch Gesangserfahrung hat und mit seinem Können die Gäste begeisterte. Den Klavierpart übernahmen Greta und Elia Lambert. Sie spielten klassische Musik, und der 10-jährige Elia rezitierte sogar noch ein Gedicht von Goethe.

Mit der zweiten Veranstaltung ging es abends im gemütlich dekorierten Bistro „Miss Marple“ weiter. Die Bewohnerinnen und Bewohner des benachbarten ServiceWohnens im Eigenheim hatten mit dieser Location quasi ein „Heimspiel“. Aber auch junge Menschen von außerhalb waren unter den Gästen, um bei leckerem Speis und Trank aus „Bilges Küche“ an einer musikalisch-literarischen Reise „ins Universum“ teilzunehmen. Die aus Kolumbien stammende und am Bodensee lebende Autorin Anette-Matilda Abanto Ulloa las Texte voller Poesie aus ihren Büchern, in denen die Beziehungen des Seins im Fokus stehen. Musikalisch wurde sie von Familienmitgliedern begleitet, die wunderbare traditionelle südamerikanische Musik zu Gehör brachten.

Einen ganz anderen Akzent setzte das Freiwillige Engagement am Kaiser-Friedrich-Ring 88. Christopher Schmitt las hier aus dem Buch  „Warum wir hier sind – geflüchtete Menschen erzählen ihre Geschichte“. „Angesichts des hochaktuellen Themas und vor allem der berührenden Lebensgeschichten hätten wir uns ein paar mehr Gäste gewünscht“, bekannte der Mitarbeiter der EVIM Freiwilligendienste. Engagiert las er Textstellen aus dem Leben von Menschen mit Fluchterfahrungen und erreichte damit die Herzen der Zuhörenden.

In der Reha-Werkstatt wurde der Montageraum kurzerhand zum Leseforum. Vorleserin war Susanne Haas aus Wiesbaden, die über das Freiwilligenzentrum vermittelt wurde und erstmals zu Gast in der Reha-Werkstatt war. Die literaturbegeisterte Frau las vor rund einem Dutzend Klienten aus dem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben. Sie regte mit den ausgewählten Passagen zu engagierten Diskussionen an, sodass die einstündige Veranstaltung sehr kurzweilig war. „Es war insgesamt eine schöne Atmosphäre“, freute sich auch Henny Riedl von der Kursfabrik und zuständig für Bildung und Sozialraumorientierung.

Dr. Karin Falkenstein, Abteilungsleiterin für das Freiwillige Engagement bei EVIM, freute sich über die große Resonanz im Unternehmen. „In diesem Jahr machten so viele Einrichtungen mit wie noch nie.“ Ihr Team koordinierte die Anfragen und Aktionen. Es sei schon toll zu erleben, wie die vielfältigen Vorleseaktionen quer durch alle Generationen Jung und Alt begeistern: „Es ist ein nettes Event, was vielen Freude bereit!“
Foto (EVIM): Susanne Haas (2.v.l.) las im Montageraum der Reha-Werkstatt vor einem engagierten Publikum.