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Ein Adventsbasar ganz besonderer ART

Bewohner und Mitarbeiter im Wohnheim Kapellenstraße läuten jedes Jahr mit einem Basar die stimmungsvolle Adventszeit ein. Das Event am Freitag vor dem ersten Advent ist so beliebt, dass Besucher schon vor der Eröffnung vorbeikommen. In diesem Jahr gab es einen besonderen Anlass zu feiern.

Der Duft von würzigem Punsch, leckerem Gebäck und Kuchen, herzhaft-knackigen Würstchen liegt in der Luft und lockt schon von Weitem in den adventlichen Innenhof. Mitarbeiter ließen es im Garten weihnachtlich mit Posaune und mittelalterlichem Saiteninstrument erklingen und begleiteten die Besucher beim gemeinsamen Singen der Weihnachtslieder. In diesem Jahr gab es sogar einen Geburtstagskuchen: in Zuckerschrift wurde das erste runde Jubiläum dieser schönen Tradition angemessen gewürdigt.

Adventskränze von klassisch bis modern gestaltet, Produkte aus der EVIM Tagesstätte Wiesbaden und weihnachtliches Gebäck vom Schlockerhof luden zum Kauf ein. Einige Gemeindemitglieder der Bergkirche gehören mittlerweile zum festen Kundenkreis. Nachbarn kommen teilweise schon vor der Eröffnung, um sich einen festlichen Kranz zu reservieren. Gute nachbarschaftliche Kontakte sind über die Jahre entstanden: so hütete das Wohnhaus mit seinen Bewohnern auch schon einmal die Meerschweinchen aus der Nachbarschaft während der Sommerferienzeit. In einem der Gemeindebriefe gab es in diesem Jahr eine ausführliche Reportage über das Haus.

Die Idee zum Adventsbasar entstand in einem schwierigen Jahr mit vielen Veränderungen im Haus. Flora Daniel, Ergotherapeutin für beide Wohnhäuser, hatte die Idee für ein schönes Highlight, um die Weihnachtszeit einzuleiten und das Jahr festlich ausklingen zu lassen. Als Floristin lag der Verkauf von selbstgefertigten Adventskränzen nahe und die Idee zum Adventsbasar wurde von den Bewohnern und den Bewohnerinnen der Kapellenstraße begeistert angenommen und umgesetzt.

Seitdem werden Wochen vor dem Basar die Kränze von Bewohnern und Bewohnerinnen des Wohnverbundes, des Betreuten Wohnens und der Tagesstätte mit viel Geschick, Kreativität und Geduld gebunden und dekoriert. Ein zusätzlicher Anreiz für das Kränzebinden wird über einen kleinen Zuverdienst geboten. Gemeinsam wird Grünschnitt beim Forstamt in Taunusstein ausgesucht und beim Großeinkauf Dekoration ausgewählt. Eine Bewohnerin des Lindenhauses, sagt: “Das Dekorieren von den Adventskränzen hat mir viel Freude bereitet, und ich empfand dies zudem als nervenberuhigend. Ich denke darüber nach, mir nächstes Jahr einen Kranz für private Zwecke anzuschaffen, den ich mir dann selbst dekoriere.“

Schauen Sie doch im nächsten Jahr einmal vorbei, um die Weihnachtszeit gemütlich anklingen zu lassen. Die Bewohnerinnen, Bewohner und das Team würden sich freuen, neue und alte Gesichter begrüßen zu können.

Ursula Bender

(Foto EVIM): Handgebunden und sehr geschmackvoll sind die Adventskränze, an denen die beiden Bewohnerinnen mitgewirkt haben. Unterstützt wurden sie dabei auch von Flora Daniel, Ergotherapeutin und Tatjana Cherifi, Teamleitung.