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„Ein spannendes Konzept für Alt und Jung“ - Kita im Seniorenzentrum geplant

SPD-Kreistagsfraktion besucht bei ihrer „Ferienfraktion“ das EVIM Seniorenzentrum Schwalbach/Sulzbach mit dem Projekt „Kita im Seniorenzentrum“  

Auf der Sommertour der SPD-Kreistagsfraktion gibt der Fraktionsvorsitzende Karl Thumser das Motto vor: „Wenn man die Dinge vor Ort sieht und erlebt, kann man ganz anders mitreden, als wenn man nur am Tisch im Kreistag sitzt.“ Und so führte auch die zweite Station ihrer „Ferienfraktion“ die Sozialdemokraten am 15. August zu einem interessanten Vor-Ort-Termin in das EVIM Seniorenzentrum Schwalbach/Sulzbach, wo das Projekt „Kita im Seniorenzentrum“ allmählich Gestalt annimmt. Zukünftig sollen hier Kindergartenkinder und Senioren unter einem Dach Platz finden: Zwei Kindergartengruppen im Erdgeschoss mit einer großen, geschützten Freifläche; in den oberen Stockwerken die Zimmer der Bewohner des Seniorenzentrums. Mit einigen Umbauten kein Problem. Bis zu 220.000 Euro steuert die Stadt Schwalbach dazu bei, weitaus mehr wäre beim Bau einer neuen Kita an einem anderen Standort nötig geworden. Im Sommer 2017 soll die umgebaute Kita bezugsfertig sein.  

Die Genossen der Kreistagsfraktion, denen sich noch einige Mitglieder des Schwalbacher SPD-Ortsvereins angeschlossen hatten, interessierten sich für viele Facetten des neuen Ansatzes und die Entwicklung des Seniorenzentrums. Seit Jahren machen sich die Sozialdemokraten im Kreis für genügend Plätze in der Altenpflege stark, betont Thumser: „Angesichts des demografischen Wandels ist es erforderlich, heute die notwendigen Grundlagen zu schaffen, um auch zukünftig ausreichende Kapazitäten in der Altenpflege bereitstellen zu können.“ Zugleich stehe die SPD seit jeher für gute Angebote in der Kindebetreuung. „Beides miteinander zu verknüpfen ist ein interessantes Konzept und bietet viele Chancen“, zeigt sich Thumser überzeugt.  

Viele Kinder könnten in der neuen Kita "Ersatz-Omas und -Opas" erleben, hofft Ulrike Lanio von EVIM. Und für viele Bewohner wiederum sei ein familienorientierter Pflegeansatz eine Bereicherung im vorangeschrittenen Lebensalter. Sie könnten es gar nicht erwarten, dass ihre jungen neuen Nachbarn einziehen, weiß Einrichtungsleiter Viktor Derr zu berichten. Zentral für den verfolgten intergenerativen Ansatz sei aber immer, dass nichts muss, sondern vieles kann: Kein Kind und kein betagter Bewohner werde zu gemeinsamen Aktivitäten gedrängt. Es handele sich um eine „ganz normale Kita“, auch was Kosten, Zuschüsse und Standards angeht, nur eben mit zusätzlichen Möglichkeiten, verdeutlicht Gerhard Kopplow, Geschäftsführer der EVIM Bildung.  

Eine „win-win-Situation“ sieht Frank Kadereit, Geschäftsführer der EVIM Gemeinnützige Altenhilfe GmbH in dem Projekt. Der Bedarf für eine weitere Kita in Schwalbach sei von der Stadt erkannt worden und nun nutze man die Räumlichkeiten der geschlossenen, da wenig frequentierten Tagespflegeeinrichtung. Teilweise geäußerte Bedenken, insbesondere hinsichtlich Beeinträchtigungen in der Mittagsruhe, seien ernst genommen worden, betont Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „Wir haben ganz offen über mögliche Probleme gesprochen und den Bürgerinnen und Bürgern Gehör geschenkt. Das trägt wesentlich zur Akzeptanz des Projektes bei.“ (Quelle: SPD-Kreistagsfraktion Main-Taunus)

Foto (Quelle: SPD Kreistagsfraktion) v.l. Dr. Philipp Neuhaus, Karl Thumser, Anita Nied, Daniela Paul, Monika Maier, Christiane Augsburger, Birgit Hitschfeld, Gerd Elzenheimer, Julia Ostrowicki, Michael Antenbrink, Gerhard Kopplow