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Spannendes Auslandsjahr nach der Schule - FSJ in Rumänien und Nikaragua

Für die beiden 19-jährigen Wiesbadener Elias Pflume und Luana Mertens steht gerade ein echtes Abenteuer an: Sie leisten ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Rumänien beziehungsweise in Nicaragua ab. Sonst spielt sich ein FSJ ja meist eher in der eigenen Stadt ab, in den unterschiedlichsten sozialen, kulturellen oder auch Naturschutz-Einrichtungen. EVIM bietet jungen Leuten aber seit kurzem auch die Möglichkeit an, ihr soziales Jahr im Ausland zu verbringen. Das haben in Ocotal, Wiesbadens nicaraguanischer Partnerstadt, bereits zwei Jugendliche genutzt.

 

Erstmals auch in Rumänien

Nach Brasov/Kronstadt in Rumänien kommt nun zum ersten Mal mit Elias, Abiturient der Martin-Niemöller-Schule, ein Wiesbadener. Er kennt Rumänien schon von einer Tour mit seiner Pfadfindergruppe. “Mich hat das Land beeindruckt, die Menschen, die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft”, sagt Elias, der nach der Schule nicht sofort an die Uni wollte. Als er hörte, dass er ein FSJ auch in Rumänien absolvieren könne, bewarb er sich sofort bei EVIM. Seine Einsatzstelle ist bei einer deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Siebenbürgen. Er arbeitet in der Kita und erledigt allgemeine Aufgaben. Luana Mertens, ehemalige Schülerin des Gymnasiums Mosbacher Berg, kennt Ocotal bereits von ihren Aktivitäten beim Wiesbadener Jugendzirkus, der regelmäßigen Austausch mit Nicaragua pflegt. Luana arbeitet dort  in der Bibliothek, die vom Wiesbadener Partnerschaftsverein Nueva Nicaragua betrieben wird. Der Verein leistet in Ocotal wertvolle sozialpädagogische Arbeit und lässt seine Freiwilligen nun seit 2014 über EVIM als Träger entsenden.  “Die Bibliothek und ihre Außenstellen sind wichtige Anlaufstellen für die Kinder dort, nicht nur zur Leseförderung”, weiß Luana. Sie hat sich bereits mit Spanischkursen vorbereitet.

 

Verbindungen sollen ausgebaut werden

Die Auswahl der FSJ’ler, die ins Ausland gehen, wird von EVIM sehr gezielt getroffen. “Wir schauen schon, wem es zuzutrauen ist, ein ganzes Jahr weg von daheim zu verbringen”, sagt Dr. Karin Falkenstein, zuständig für freiwilliges Engagement. Stets wählt sie sehr passgenau Bewerber und Einsatzstellen aus. In Rumänien war sie mit ihrem Kollegen Alexander Arnold bereits vor Ort. Dort arbeiten bereits Freiwillige aus einer badischen Gemeinde. Ein junger Rumäne hat auch bereits einen Freiwilligendienst in der Altenpflege in Wiesbaden geleistet. EVIM kann nun auch Wiesbadenern diese Möglichkeit an zwei Einsatzorten  - außer Brasov auch Sibiu - anbieten und hofft auf weiteren Ausbau dieser Verbindung. Dass ein FSJ generell und im Besonderen auch im Ausland gut für die Persönlichkeitsentwicklung ist, weiß Karin Falkenstein und freut sich daher auch immer über engagierte Bewerber. Man strebe durchaus an, noch weitere Einsatzstellen in anderen Ländern anzubieten, benötige dafür aber zuverlässige Kooperationspartner.  “Ins Ausland wollen aber immer nur einzelne Jugendliche”, sagt sie. Dass also plötzlich hierzulande die Ehrenamtler ausgehen könnten, stehe nicht zu befürchten.

 

Gut vorbereitet


Auf die Einsätze im In- wie im Ausland werden die jungen Leute von EVIM in Seminaren gut vorbereitet. “Wir stehen ja als Träger in der Verantwortung – sowohl den Jugendlichen als auch den Einrichtungen gegenüber”, betont Falkenstein. Elias und Luana sehen ihr Auslandsjahr als spannendes Erlebnis, aber auch als Möglichkeit, etwas Gutes zu tun. “Die Welt werden wir nicht verändern können”, sagt Luana realistisch, “aber wir schenken Zeit, wir lernen Menschen kennen, sammeln Erfahrungen und können zwischen Schule und Uni etwas wirklich Sinnvolles tun”.