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Rocken was das Zeug hält

Heiß war‘s – nicht nur der Rhythmus sondern auch die Temperaturen beim Sommerfest in der Werkstatt für behinderte Menschen (wfb) in der Hagenauer Straße in Wiesbaden. Am Freitag bestritt die EVIM Band „Ruhestörung“ sozusagen ein Heimspiel.

Heiß war‘s – nicht nur der Rhythmus sondern auch die Temperaturen beim Sommerfest in der Werkstatt für behinderte Menschen (wfb) in der Hagenauer Straße in Wiesbaden. Am Freitag bestritt die EVIM Band „Ruhestörung“ sozusagen ein Heimspiel.

Denn viele der leidenschaftlichen Amateurmusiker arbeiten dort und zeigten ihr Können vor den Kollegen und Fachpersonal, Gästen und Angehörigen, die ein Schattenplätzchen unter den Sonnenschirmen ergattern konnten. Die Musiker standen vor den Mikros in praller Sonne und gaben einfach alles! Selbstbewusst animierten sie die Gäste mitzuklatschen, mitzutanzen, mitzusingen. Das klappte prima auch dank ‚Naturtalent‘ Kay-Uwe Gebert, der sich auf der Bühne so wohl fühlt wie ein Fisch im Wasser. Seine Musikerkolleg/innen standen ihm kaum nach, sie alle haben in den vergangenen Monaten die Zeit genutzt, sich darauf vorzubereiten, selbstsicher, selbstbewusst vor Publikum zu spielen. 

Wenzel Friebe am Schlagzeug hat einfach den Rhythmus im Blut. Mit seinen Händen trommelt er mit, wo immer auch Musik auf dem Fest ertönt. Musikalisch sicher gibt er der Band den Beat vor und ist auch als Sänger aktiv. Die Sängerinnen zeigen immer mehr Präsenz – weiter so, das stärkt die Band! Krankheitsbedingt fehlten leider, leider Larissa Wolter am Keyboard, Stefan Bausch an der Gitarre und Sabrina Probst (Gesang) – aber die sieben anderen Bandmitglieder haben sich ganz tapfer gehalten. Mit Songs von Adel Tawil, Linkin Park kam altbewährtes aber auch neues ins Programm. Erik Hesse und Edgar Slatnow, beide Mitarbeiter im betreuten Wohnen, begleiten ‚Ruhestörung‘ mit einem unglaublichen Feeling, Training und mit überaus großem Engagement. Sie lassen den Amateuren genau die Zeit, die sie brauchen, um sich zu entwickeln, sie unterstützen genau so, wie es die Bandmitglieder signalisieren. Sie geben, mit anderen Worten, allen genau den Raum, sich optimal zu entfalten. Und sie schlichten auch mal, wo Präsenz konkurriert.

„Die Band hat an der Performance gearbeitet. Jetzt kommt es darauf an, sich auf der Bühne zu bewähren“, so Slatnow. Dafür hat die Band viele Gelegenheiten. Ob mitten in Wiesbaden beim Fest der Körper und Sinne oder auf Festen bei EVIM und befreundeter Träger. Manchmal stößt die Bühnentechnik, wie zum Beispiel Lautsprecher und Mischpult, an ihre Grenzen. Doch davon lassen sich Robert Portz, Melanie Fiedler, Christiane Kirschbaum, Etienne Glaster und Manuel Weigelt mit ihren Kollegen nicht entmutigen. Sie sind stolz auf jeden Auftritt, der ihre Fähigkeiten weiterentwickelt. Sie sind glücklich über den Applaus und die Reaktionen aus dem Publikum. Denn: Dafür sind Musiker gemacht!