Touched by Art: Oliver Schwarz & Marion Eichmann

Das künstlerische Tandem Marion Eichmann und Oliver Schwarz ist in den Ateliers im ehemaligen Palast-Hotel im April kreativ. Erste gemeinsame Werke sind entstanden und beide profitieren voneinander. Wir stellen das Tandem hier kurz vor und berichten, weshalb Linien "zum Klingen" kommen.

Oliver Schwarz ist ein begnadeter Zeichner, davon ist seine künstlerische Partnerin Marion Eichmann überzeugt. Er kann aus der freien Hand Linien und Formen ziehen, er ist ein genauer Beobachter. „Aber ich zeige ihm auch, wie gut Reduktion tun kann“, sagt Marion Eichmann. Oliver Schwarz wohnt in einer eigenen Wohnung, im gleichen Haus wie seine Partnerin Julia Collet, gar nicht weit entfernt vom Palast-Hotel. Beide nehmen Angebote im Rahmen der Tagesstruktur der EVIM Teilhabe wahr. Er besucht ebenfalls das Offene Atelier in der Karlstraße. Er zeichnet, spielt Schlagzeug, macht spektakuläre Drahtskulpturen, die von Musik inspiriert sind. „Ich sehe Musik“, sagt er. „Ich reagiere auf Rhythmus.“ Das fasziniert die Künstlerin Marion Eichmann, auch sie aus Berlin. Sie ist bekannt für spektakuläre Collagen aus Papier, inspiriert von Städten, Architektur, Verkehrsszenen. Sie wird damit auch für Schaufenstergestaltungen gebucht: Bechstein, Hermès, Porsche liest man unter anderem auf ihrer Homepage. Von der gestalterischen Kraft von Oliver Schwarz, mit dem sie als Tandem zusammenarbeitet, ist sie begeistert. „Er sieht so viel.“ Sie ist allein durch Wiesbaden gestreift, hat eine Collage vom Kurhaus-Foyer, eine vom Kochbrunnentempel hergestellt. Mit Oliver Schwarz hat sie das historische Palast-Hotel erkundet, seine Treppenhäuser, Fenster und andere Details. Daraus sind schon erste kleine Studien entstanden, in denen Oliver Schwarz mit Reduktion von Farben und Formen experimentiert. „Aus ihm lässt sich viel herauskitzeln“, ist Marion Eichmann überzeugt. (Text: Anja Baumgart-Pietsch, Fotos: evim/rui camilo)