Ein Haus zum Wachsen – das neue EVIM-Haus der Kinder Rheingaustraße ist kurz vor der Fertigstellung
Mit großen Schritten nähert sich die neue EVIM-Kita Haus der Kinder Rheingaustraße ihrer Fertigstellung. Entstanden ist ein Ort, der Kinder wie Fachkräfte gleichermaßen willkommen heißt – ein kleines architektonisches Schmuckstück. Die gelungene Verbindung von Neubau und dem charaktervollen Backstein-Bestandsgebäude überzeugt durch viele liebevolle Details. Auch die Lage ist ideal: in unmittelbarer Nähe zum Rhein und zum Schlosspark im Wiesbadener Stadtteil Biebrich.
Räume, die das Konzept unterstützen
Was hier in den vergangenen Monaten gewachsen ist, beeindruckt. Besonders deutlich wird das für alle, die das Bestandsgebäude noch aus früheren Zeiten kennen. Heute prägen helle, freundliche Räume das Bild. Großzügige Fenster und gezielt gesetzte Sichtachsen zwischen Alt- und Neubau eröffnen überraschende Perspektiven. Hochwertige Materialien wie Holz und matter Stahl bei Handläufen, klare, kreisförmige Leuchten und eine insgesamt durchdachte, zurückhaltende Ausstattung wirken angenehm ruhig – und gerade deshalb so stimmig. Der Raum selbst unterstützt das pädagogische Montessori-Konzept der Kita auf ideale Weise.
Autark und alltagsnah
„Die Ausstattung der Gruppenräume ermöglicht es, dass jede Gruppe weitgehend autark arbeiten kann“, erläutert Birgit Fetz-Kappus, Pädagogische Beraterin für EVIM Bildung mit klarem Fokus auf Kinder und Mitarbeitende im Zentrum. Die erfahrene Einrichtungsleiterin des Hauses der Kinder Emser Straße hat bereits mehrere Kita-Bauprojekte begleitet. Diese Erfahrung spiegelt sich auch im Farb- und Materialkonzept wider. Sie berät die künftige Leiterin Mara-Beatrice Evermann und steht in engem Austausch mit Architekten und Bauplanern. So verfügt jeder Gruppenraum über eine Spülmaschine, einen Kühlschrank und eine kleine Kinderküche. „Hier kann Salat geschnippelt, gemeinsam Kleinigkeiten gekocht oder ein Aufstrich zubereitet werden“, sagt sie begeistert.
Platz für Bewegung und Entwicklung
Im Neubau sind zwei Elementargruppen mit jeweils 20 Kindern untergebracht – im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Das Gebäude reicht zudem weit ins Erdreich: Im Untergeschoss befindet sich ein großzügiger Bewegungsraum, der dank einer klugen Fenstergestaltung ebenfalls hell ist und den Blick ins Außengelände erlaubt, wo derzeit noch fleißig gearbeitet wird. „Die Möbel sind bestellt, der Schreiner beauftragt und das Material auf der Warteliste“, berichtet Mara Evermann. Auch personell ist die Kita gut aufgestellt: Alle Stellen sind besetzt. Die Anmeldungen laufen noch; im Elementarbereich sind derzeit noch einige Plätze frei, während die Krippengruppe fast vollständig belegt ist.
Beste Arbeitsbedingungen
Der Krippenbereich ist im liebevoll sanierten Bestandsgebäude untergebracht. Die jahrzehntealten Dielen wurden abgeschliffen und erstrahlen in neuem Glanz. Rundbögen verleihen den Räumen ihren besonderen Charakter. Historische Elemente wie die Schachbrettfliesen im Eingangsbereich und das filigrane schmiedeeiserne Treppengeländer, das zu den Personal- und Büroräumen im ersten Obergeschoss führt, konnten erhalten werden. Beide Leitungen sind stolz auf die hervorragenden Arbeitsbedingungen. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde die vorhandene Bausubstanz bewahrt und sinnvoll ergänzt. „Auf allen Ebenen ist es gelungen, die Räume optimal zu nutzen und zusätzlichen Stauraum zu schaffen“, so Birgit Fetz-Kappus. Sie lobt die gute Zusammenarbeit mit Dominik Mey auf Seiten von EVIM sowie mit Alice Schönmaier von BAI Planung GmbH & Co KG.
Mit dem Frühling zieht Leben ein
Vom ersten Obergeschoss eröffnet sich ein weiter Blick auf Bäume, Gärten und das benachbarte EVIM-Tageszentrum der Altenhilfe. Mit dem Frühling werden die ersten Kinder einziehen und ihre neue Kita mit Leben füllen. Dann wird auch das Außengelände in seinen Grundzügen gestaltet sein – und gemeinsam mit den Kindern wachsen. (hk)