Touched by Art: Lina Schreiber & Miriam Vlaming
Das künstlerische Tandem Lina Schreiber und Miriam Vlamin haben zum Warm-up ein Porträt mit geschlossenen Augen gemalt. Beide sind derzeit in ihren kleinen Ateliers im ehemaligen Wiesbadener Palast-Hotel kreativ. Wir stellen das Tandem hier kurz vor und berichten, weshalb in dem Schaffen von Lina Straßen eine besondere Rolle spielen.
Lina Schreiber wohnt in Wiesbaden und besucht regelmäßig das Offene Atelier von Julia Isterling in der Karlstraße. Die junge Frau, die Angebote der EVIM Teilhabe wahrnimmt, malt bei unserem Besuch ein Straßenmotiv nach einem Foto aus Wiesbaden – eine kurvige Straße, die nach oben führt, eine Sackgasse. Lina Schreiber möchte, wie sie erzählt, einmal alle Straßen ihrer Heimatstadt komplett zu Fuß ablaufen. Ein Fünftel hat sie schon. Und zum Malen inspirieren sie die dabei aufgenommenen Fotos. Sonst male sie eher abstrakt, sagt sie. Mit der Künstlerin Miriam Vlaming aus Berlin hat sie zum „Warmup“ ein Porträt mit geschlossenen Augen gemalt. Es hängt im Flur und sieht ein bisschen aus wie von Picasso. Lina Schreiber erzählt von ihrem Kater und von anderen Dingen, die sie macht. „Am Anfang habe ich einfach mal hier gesessen und die Atmosphäre aufgenommen.“ Gemeinsam zu malen, sei für sie neu. „Ich lasse es ruhig angehen.“ Miriam Vlaming, ebenfalls eine Berliner Künstlerin, wird zur „Neuen Leipziger Schule“ gezählt. Auch ihre Bilder sind im Taunussteiner Kunsthaus zu finden. „In einer Welt, die von Beschleunigung und Gegensätzen geprägt ist, sucht Miriam Vlaming in ihrer Malerei nach den verbindenden Kräften – nach dem Moment, in dem Vielheit zu Einheit wird“, schrieb ein Kritiker. „Sie hat mir ein neues Material gezeigt, Eitempera-Farben“, sagt Lina Schreiber. Damit müsse sie sich jetzt erst einmal anfreunden. Was die beiden gemeinsam erschaffen werden – das ist noch nicht entschieden. (Text: Anja Baumgart-Pietsch, Fotos: evim/rui camilo)